Hyacinthus orientalis – Hyazinthe

Im Moment blühen die Hyazinthen!
Derzeit gibt’s sie wieder vielerorts zu bewundern: die Blütenpracht der im Moment blühenden Hyazinthen oder botanisch Hyacinthus orientalis. Die Hyazinthe ist eine mehrjährige Zwiebelpflanze aus der Familie der Hyacinthaceae, der Hyazinthengewächse und blüht ab Anfang April, bis in den Mai. Wie der Name schon vermuten läßt (orientalis = morgenländisch), ist die Hyazinthe keine einheimische Pflanze, sondern stammt ursprünglich aus dem Morgenland, genauer gesagt aus einer Region zwischen Mittelmeer und Afghanistan, vor allem in felsigen Böden der Gebirge. Die heutige Gartenhyazinthe wurde durch jahrelange Zucht optisch sehr stark verändert, vor allem was die Blütenvariationen in Form, Farbe und Anzahl angeht, die die der wilden Hyazinthen bei weitem übertreffen. Außerdem braucht eine Garten-Hyazinthe im heimischen Garten ein besonders nährstoffreiches Substrat, im Vergleich zum felsigen Boden der spartanisch anspruchslosen Hyazinthe der Gebirge. Was sich nicht geändert hat: Hyazinthen lieben ein relativ trockenes bis frisches Substrat das kalkarm sein sollte und außerdem jede Menge Sonne, halbschattige Standorte werden jedoch ebenfalls gut vertragen, wenn sie auch nicht ganz optimal sind. Ist ein guter Standort für die Hyazinthe gefunden, wird sie im Herbst etwa 15cm tief eingepflanzt und dankt es uns im Frühjahr mit etwa 30cm langen, rinnenartigen Blättern und prallen Blütentrauben in unterschiedlichen Variationen: Die Blüten stehen meist walzenartig zusammen, was ein bißchen an Zuckerwatte erinnert und können sowohl einfach als auch gefüllt sein. Auch farblich gibt es jede Menge unterschiedlicher Sorten und so gibt es weiße bis gelbe über rosa und rote bis hin zu violetten Hyazinthen. Wem die – meiner Meinung nach etwas kitschige – Blütenpracht gefällt, wird wahrscheinlich auch den süßen – meiner Meinung nach etwas aufdringlichen – Geruch der Hyazinthe mögen.

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Ökosystem Blumenwiese

Die Blumenwiese gilt meist als Inbegriff für ein besonders artenreiches Ökosystem und das obwohl sie, bis auf ein paar Ausnahmen, fast ausschließlich eine menschliche Erfindung und bei uns in Mitteleuropa eher unnatürliche Erscheinung ist: Ohne die Eingriffe des Menschen in die mitteleuropäische Flora, wäre unser Kontinent von Wald bedeckt und es gäbe nur einige wenige natürlichen Wiesen, wie die Bergwiesen und Salzwiesen im Wattmeer. Erst durch die nun bereits jahrtausendlange Bearbeitung der Natur durch den Menschen in Form von Rodung zur Gewinnung von Holz als Baustoff oder der landwirtschaftlichen Nutzung der Fläche, konnten sich Blumenwiesen in der Natur “etablieren”. Man spricht also ironischer Weise bei der “naturnahen” Gartengestaltung durch eine Blumenwiese von einer Kultur- und nicht Naturlandschaft. Dessen ungeachtet bietet eine Wiese vielen verschiedenen Tier- und Pflanzenarten einen heutzutage immer rarer werdenden Lebensraum, der verschiedene Kleinklimazonen und jede Menge Nahrung zu bieten hat. Je nach “Standort” des Ökosystems Wiese ändert sich natürlich dessen Beschaffenheit, aufgrund verschiedener Substrat- und Klimabedingungen. Wiese ist also nicht gleich Wiese, die Fachwelt unterscheidet im Moment mehr als 300 verschiedene Wiesentypen… Um das ganze ein bißchen einzugrenzen hat man die Wiesentypen je nach Standortfaktoren in verschiedene Wiesenbiotoptypen eingeteilt, zum Beispiel der Magerrasen, die Fettwiese, die Streuwiese, die Feuchtwiese oder die Salzwiese.

Als Blumenwiese werden artenreiche Wiesen und Viehweiden bezeichnet, die vor allem einheimische, blühende, krautige Pflanzen und Gräser beheimaten. Diese Wiesen bleiben nur dehalb erhalten, weil sie regelmäßig abgemäht werden, der Fachmann spricht hier von der Mahd. Der Schlüssel für eine schöne Wiese ist vor allem das richtige Mähintervall: Ein häufiges Mähen der Wiese verwandelt diese mehr oder weniger in einen Rasen, da schnittverträgliche Gräser im Wachstum begünstigt und Wildstauden ein erfolgreiches gedeihen erschwert. Wird die Wiese überhaupt nicht gemäht, werden sich auf Dauer die schnellwachsenden Gehölze durchsetzten und den lichthungrigen Stauden und Gräsern die Sonne nehmen. Die Wiese würde zum Wald. Das optimale Mähintervall für eine florierende Blumenwiese liegt bei ein- bis dreimal pro Jahr. So können sich Wildstauden erfolgreich ausbreiten und alles was zu hoch hinaus möchte wird im Zaum gehalten. Ein weiterer wichtiger Faktor im Blumenwiesen-Gleichgewicht ist der Nährstoffgehalt des Substrats. Grundsätzlich gilt: Je nährstoffarmer der Boden, desto besser vermehren sich Wildstauden. Ein schnelles Wachstum von Gräsern, die die Wildstauden auf kurz oder lang verdrängen würden, wir durch einen geringen Nährstoffgehalt im Substrat stark erschwert.

Wer im eigenen Garten eine Blumenwiese anlegen möchte, weil er die natürliche Artenvielfalt der Blumenwiese zu schätzen weiß und denkt, ein Blumenwiese braue nicht viel Pflege, hat Recht: Die Wiese schafft einen wertvollen Lebensraum für viele Wildkräuter und Tiere und ist eine gute Möglichkeit seine Garten pflegeleicht und ohne großen Aufwand zu nutzen. Allein das Anlegen einer Blumenwiese kann für mehr oder weniger große Anstrengungen sorgen, da man grundsätzlich zwei verschiedene Strategien verfolgen kann, die jedoch auch unterschiedlich effektiv sind und zu unterschielich guten Ergebnissen führen: Man kann eine bestehende Rasen- oder Beetfläche verwildern lassen, indem man einfach alle Pflegemaßnahmen wie Düngen und Wässern einstellt, alle unerwünschten Pflanzen rodet und die Fläche 1 bis 3mal im Jahr mäht. Diese Vorgehensweise ist zwar nicht besonders aufwändig, sie erziehlt den gewünschten Erfolg jedoch nur sehr langsam. Besser, aber aufwendiger und eventuell auch kostenintensiver ist das professionelle Anlegen einer Blumenwiese, mit einer speziellen Bodenbearbeitung und der Ansaat von Wiesenpflanzen. Bei einer bestehenden, dichten Grasnarbe empfiehlt es sich, den Rasen abzuschälen und den Boden grundlich aufzulockern und umzugraben, hier empfiehlt sich der Einsatz einer motorisierten Fräse. Hat man es mit einem nährstoffreichen Substrat zu tun, kann man die Fruchtbarkeit des Bodens verringern, indem man zum Beispiel Sand einbringt, oder besonders hungrige Pflanzen wie Raps als Vorkultur aussät. Ist der Nährstoffgehalt so hoch, dass diese Methoden nicht oder nicht schnell genug funktioneren, bleibt einem nur der Austausch des Bodens, beispielsweise durch den nährstoffarmen Unterboden (den erkennt man an der helleren Farbe). Für die Aussaat der richtigen Pflanzen hält der Handel unzählige Saatgutmischungen für jeden Geschmack und Standort bereit. Eine gute Wahl sind sogenannte Universalmischungen, die Pflanzen mit unterschiedlichen Standortvorlieben beinhalten und ein schnelles Entstehen von schönen Blumenwiesen begünstigen.

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Integrierter Pflanzenschutz

Der integrierte Pflanzenschutz gilt als Leitbild des praktischen Pflanzenschutzes und ist eine Kombination von Verfahren, bei denen unter vorrangiger Berücksichtigung physikalischer, biologischer, biotechnischer, pflanzenzüchterischer sowie anbau- und kulturtechnischer Maßnahmen, die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln auf ein Minimum beschränkt wird. Dabei sollen Wirtschaftlichkeit und Lebensvorgänge in der Natur nicht als Gegensatz, sondern als notwendige Ergänzung betrachtet werden:
Eine Bekämpfungsmaßnahme wird erst dann durchgeführt, wenn der durch den Schaden verusachte, finanzielle Verlust, die Kosten für die Bekämpfungsmaßnahme übersteigt. Hierbei spricht man von der wirtschaftlichen Schadensschwelle.

Der erste Schritt vor einer Bekämpfungsmaßnahme ist das Erkennen von Schadsymptomen und das stellen der richtigen Diagnose. Erst nachdem man die Schadursache gefunden hat, kann man effektiv dagegen vorgehen. Sichtbare Schäden können an allen Organen der Pflanze auftreten: Wurzel, Stängel, Blatt, Blüte und Frucht. Sie äußern dich durch Abweichungen zur gesunden Pflanze, wie z.B. Verfärbungen, Flecken, Fäulen, Verformungen, Verletzungen sowie Welk- und Absterbeerscheinungen. Die einzelnen Symptome können verschiedene Ursachen haben. Man unterscheidet diese nach Art der Pflanzenschäden zwischen unbelebten und belebten Schadursachen:

Belebte Schadursachen (parasitäre Erkrankungen) sind vor allem Tiere, Pflanzen oder Mikroorganismen wie  Pilze oder Bakterien. Für das Auftreten von Schäden muss ein Parasit, unter für die Vermehrung günstigen Bedingungen anwesend sein.
Tierische Schädlinge meint alle Tiere, die in der Lage sind Schäden an der Kulturpflanze zu verursachen. In der Regel tritt ein Befall in der Hauptvegetationsphase auf. Meistens treten Schädlinge folgender Gruppen der Tierischen Schädlinge auf:

  • Insekten
  • Spinnentiere
  • Schnecken
  • Vögel
  • Nematoden
  • Säugetiere (Wild und Nagetiere)

Insekten
Insekten vermehren sich in der Regel aus befruchteten Eiern, aus denen die Jungtiere (Larven) schlüpfen. Allen Insekten gemeinsam ist die meist deutlich sichtbare Gliederung des Leibes in Kopf, Brust und Hinterleib, der feste Chitinpanzer, das Vorhandensein von genau drei Beinpaaren. Da das feste Außenskelett nicht mitwachsen kann, muss sich das Insekt nach gewissen Entwicklungsschritten häuten und den zu klein gewordenen Chitinpanzer abstoßen. Außerdem charaktisierend für Insekten sind die verschiedenen Stadien, die das Tier in der Entwicklung vom Ei zum erwachsenen Insekt vollzieht. Die Verwandlung nennt man Metamorphose.

Spinnentiere
Schädigende Spinnentiere sind meist Milben, die die Kulturpflanze dur Saugen schädigen. Sind sind in der Regel 0,2 – 2,6 mm groß und haben 8 Beine. Augrund ihrer geringen Größ, fällt es oft schwer den Befall frühzeitig zu erkennen. Besonders typisch für einen Milbenbefall sind in den meisten Fällen die Bildung von sogenannten Gallen oder feine Gespinste an den Blattunterseiten. Auch Spinnentiere sind Vektoren.

Schnecken
Schnecken werden unterteilt in Nackt- und Gehäuseschnecken. Sie schädigen die Pflanze durch großflächigen Blattfraß und hinterlassen oftmals Schleimspuren. Schnecken treten für gewöhnlich nur bei feuchten Witterungsverhältnissen auf und befallen am liebsten junge Blätter.

Vögel
Obwohl Vögel als Insektenvertilgermeist nützlich sind, können sie insbesondere in der Landwirtschaft Schäden verursachen. Sie fressen Saatgut und Früchte, zum Teil auch grüne Pflanzenteile

Säugetiere
Säugetiere wie Wild und Nager verursachen direkte Schäden durch Fraß an der Pflanze und können außerdem Krankheitserreger übertragen.

Nematoden
Nematoden sind kleine Fadenwürmer (auch Äalchen) die ins Pflanzeninnere eindringen oder das Substrat bevölkern um die Wurzel anzusaugen. Auch sie sind Vektoren und treten häufig in mehrjähriger Monokultur auf.
Mikroorganismen und Krankheiten

Bakterien
Bakterien sind echte Zellen, die über einen eigenen Stoffwechsel verfügen. Einige Bakterien leben Parasitär und bauen zur Energiegewinnung organische Substanzen ab. Sie vermehren sich durch Zellteilung, wobei eine Vermehrung unter günstigen Bedingungen etwa alle 15 Minuten vollzogen ist. Wie Viren dringen Bakterien in die Pflanze durch Wunden ein. Ihre Ausbreitung erfolgt durch die Luft, Vektoren, unsauberes Werkzeug, etc. Viele Bakterien sind hochinfektiös und daher meldepflichtig (wie z.B: Feuerbrand)

Pilze
Pilze sind Organismen, die sich ausnahmslos durch den Abbau von organischen Stoffen ernähren. Voraussetzungen für das vermehrte Auftreten von Pilzbefall einer Pflanze sind das Vorhandensein eines Erregers, entsprechende Witterungsverhältnisse sowie eine geschwächte Pflanze.

Viren
Viren besitzen keinen eigenen Stoffwechsel, demzufolge handelt es sich nicht um eigene Lebewesen. Sie sind auf einen Wirt angewiesen, in dessen Zellen sie ihr Erbgut einschleusen, wo dieses verfielfältigt wird. Dadurch vermehrt sich ein Virus systematisch in der Pflanze.
Eine Viruserkrankung festzustellen ist sehr schwierig, das Viren für das menschliche Auge unsichtbar sind und die Krankheitssymptome nichtvirösen Krankheiten oftmals stark ähneln.
Übertragen werden Viren durch sogenannte Vektoren, d.h. andere tierische Schädlinge, die der Pflanze Wunden zufügen, durch die Viren in die Zellen der Kulturpflanze gelangen können. Auch mechanische Verletzungen verursachen Wunden, z.B. durch falsche Pflegemaßnahmen, etc. Eine Infektion durch bereits infizierten Pollen ist ebenfalls möglich.

Pflanzen als Schädlinge
Auch andere Pflanzen können die Kulturpflanze schädigen, indem sie mit ihr um den Standort, Nährstoffe, Wasser und Licht konkurrieren oder ein Zwischenwirt für Krankheitsserreger und Parasiten sind.Man kann die Pflanzen als Schadursachen in zwei verschiedene Gruppen einordnen:
Unkräuter und Ungräser. Als Unkräuter/-Gräser bezeichnet werden alle Pflanzen, die am Standort der Kulturpflanze unerwünscht sind. Unterschieden werden diese Pflanzen nach ihrer Art und Weise der Keimung: Einkeimblättrige Pflanzen sind alle Gräser, zweikeimblättrige Pflanzen sind z.B. Knöterich und Ackerwinde.
Unkräuter vermehren sich generativ und vegetativ, d.h. einige Arten vermehren sich hauptächlich mit Hilfe von Samen, während andere verstärkt Ausläufer bilden und komplett mit Wurzel entfernt werden müssen.

Um Schäden an der Kulturpflanze vorzubeugen, sollte der Standort so gewählt sein, dass er den Bedürfnissen der Pflanze entspricht und alle Wachstumsfaktoren ausreichend verfügbar sind. Auch bei der Sortenwahl sollte man sich, wenn möglich für wenig anfällige Sorten entscheiden. Direkte Pflanzenschutzmaßnahmen können verschiedener Art sein, es wird unterteilt in

  • mechanische Maßnahmen
  • biologische Maßnahmen
  • biotechnische Maßnahmen
  • physikalische Maßnahmen
  • chemische Maßnahmen

Mechanische Pflanzenschutzmaßnahmen
Mechanische Pflanzenschutzmaßnahmen sind in der Regel sehr effektiv, jedoch in der Anwendung wahrscheinlich die unbequemsten… Sie eigenen sich daher am besten für kleinere Flächen, wie den heimischen Garten oder die Bekämpfung von Schädlingen an Zimmerpflanzen.
Mechanische Maßnahmen sind beispielsweise das Absammeln und Einfangen von Schädlingen sowie das Entfernen krankhafter oder beschädigter Pflanzenteile.

Biologische Pflanzenschutzmaßnahmen
Biologische Pflanzenschutzmaßnahmen bezeichnen den Einsatz von sogenannten Nützlingen gegen Schädlinge. Diese Nützlinge sind in den meisten Fällen natürliche Fraßfeinde der Schädlinge oder Parasiten, die den Schädling als Wirt befallen. Ebenfalls denkbar ist der Einsatz von Mikroorganismen, die als Krankheitserreger für den Schädling gefährlich sind.
Biologische Pflanzenschutzmaßnahmen sind zum Beispiel der Einsatz von Marienkäfern gegen Blattläuse oder die Schlupfwespe gegen die weiße Fliege.

Biotechnische Pflanzenschutzmaßnahmen
Diese, schwer eingrenzbare Art der Schädlingsbekämpfung, meint die Umsetzung von Erkenntnissen aus der Biologie und der Biochemie in technisch nutzbare Elemente verstanden. Das bedeutet, dass sich natürliche Vorbilder abgeguckt und technisch gegen Schädlinge eingesetzt werden.
Biotechnische Schutzmaßnahmen sind unter anderem der Einsatz von Duftstoffen oder Hormonen gegen eine Verbreitung von Schädlingen.

Physikalische Pflanzenschutzmaßnahmen
Physikalische Maßnahmen erfordern in der Regel einen sehr großen Energieaufwand.
Zu Physikalischen Schutzmaßnahmen zählt z.B. das Sterilisieren des Substrates oder das Abflämmen von Unkräutern

Chemische Pflanzenschutzmaßnahmen
Der integrierte Pflanzenschutz schließt die Nutzung von chemischen Pflanzenschutz keinesfalls aus, mechanischen, biologischen, biotechnischen und physikalischen Schutzmaßnahmen sollten jedoch stets bevorzugt angewendet werden. Der griff zum chemischen Pflanzenschutzmittel sollte stets an letzter Stelle stehen, da er einen starken Eingriff in das natürliche Ökosystem darstellt und sich eine gewisse Rückstandsproblematik einstellt.

Chemische Pflanzenschutzmaßnahmen sind beispielsweise das Ausbringen von Insektiziden gegen Insekten, Fungiziden gegen Pilze oder Rodentizide gegen Nagetiere.

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Aufräumen ist angesagt!

Das Wetter wird langsam wärmer und der Frühling ist da! Jetzt heisst’s erst “Handschuhe ausgepackt” denn es gilt aufzuräumen, was der kalte und lange Winter zerstört hat:

Die Beete müssen mit dem Kultivator aufgelockert werden, was den Verdunstungsschutz erhöht und das Substrat langsamer austrocknen läßt. Stauden sollten eventuell etwas angedrückt werden, da es passieren kann, das deren Wurzelballen im Winter den Kontakt zu den Wasserführenden Substratschichten verliert. Ein weiteres Mittel zum Verbessern des Verdunstungsschutzes und dem eindämmen von Wildkrautbewuchs ist das Ausbringen von Rindenmulch, optimal ist dabei eine Schichtdicke von 5 – 8cm.

Jetzt ist auch der richtige Zeitpunkt, Totholz bei den Gehölzen zu entfernen. Die meisten Gehölze treiben nach einem Rückschnitt bis in gesunde Holz wieder aus. Man erkennt gesundes Holz, indem man mit dem Fingernagel oder der Rosenschere vorsichtig die oberste Schicht der Rinde ankratzt. Findet man eine grünliche Schicht, das Kambium, lebt der Ast hier noch, man schneidet nun über dem nächsten lebendigen Knospenansatz zurück. Vor allem bei Rosen sollte man jetzt die Erfrierungen herausoperieren und einen Rückschnitt vornehmen, damit sie blühfreudig in die nächste Vegetationsphase starten können.

Auch Gräser sollte man jetzt zurückschneiden und nicht etwa schon im Herbst, da sie im Winter vielen nützlichen Insekten, wie dem Marienkäfer, als Winterunterschlupf dienen. Man schneidet die welke Laub einfach bodennah ab.

Sollten einige Stauden oder Gehölze den Winter nicht überlebt haben, ist jetzt im Frühling der richtige Zeitpunkt um nachzupflanzen. Dabei ist es wichtig eine ausreichende Wasserversorgung sicherzustellen, um ein rasches Anwachsen der Pflanze zu gewährleisten. Bei wurzelnackten Gehölzen ist unbedingt ein Pflanzschnitt durchzuführen. Dieser Ausgleichsschnitt ist notwenig um den gestörten Wasserhaushalt der Pflanze wieder auf Vordermann zu bringen: Durch das Auspflanzen in der Baumschule verliert die Pflanze einige feine Haarwurzeln, die für die Wasseraufnahme der Pflanze sehr wichtig sind. Nun ist es notwendig, einen Teil der Äste der Pflanze zurückzuschneiden, um das Verhältnis von Wurzeln zu Astwerk wieder auszugleichen. Dabei werden auch gleich tote Wurzeln entfernt und die gesunden Wurzeln leicht angeschnitten, um ein schnelleres Wachstum zu fördern.

Wer eine Rasenfläche hat und dieses vom Moos befreien möchte ist gut beraten jetzt zu vertikutieren.  Im Laufe der Zeit verflechten sich abgestorbene Grashalme zu einem dichten Filz, der den Gasaustausch sowie die Wasser- und Nährstoffaufnahme des Rasens erschwert.  Mit Hilfe eines speziellen Vertikutierrechen oder einer motorisierten Vertikutiermaschine kann man diesen Filz entfernen und dem Rasen eine uneingeschränkte Nährstoffaufnahme spendieren…

Viel zu tun, aber es lohnt sich!

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