Aufräumen ist angesagt!

Das Wetter wird langsam wärmer und der Frühling ist da! Jetzt heisst’s erst “Handschuhe ausgepackt” denn es gilt aufzuräumen, was der kalte und lange Winter zerstört hat:

Die Beete müssen mit dem Kultivator aufgelockert werden, was den Verdunstungsschutz erhöht und das Substrat langsamer austrocknen läßt. Stauden sollten eventuell etwas angedrückt werden, da es passieren kann, das deren Wurzelballen im Winter den Kontakt zu den Wasserführenden Substratschichten verliert. Ein weiteres Mittel zum Verbessern des Verdunstungsschutzes und dem eindämmen von Wildkrautbewuchs ist das Ausbringen von Rindenmulch, optimal ist dabei eine Schichtdicke von 5 – 8cm.

Jetzt ist auch der richtige Zeitpunkt, Totholz bei den Gehölzen zu entfernen. Die meisten Gehölze treiben nach einem Rückschnitt bis in gesunde Holz wieder aus. Man erkennt gesundes Holz, indem man mit dem Fingernagel oder der Rosenschere vorsichtig die oberste Schicht der Rinde ankratzt. Findet man eine grünliche Schicht, das Kambium, lebt der Ast hier noch, man schneidet nun über dem nächsten lebendigen Knospenansatz zurück. Vor allem bei Rosen sollte man jetzt die Erfrierungen herausoperieren und einen Rückschnitt vornehmen, damit sie blühfreudig in die nächste Vegetationsphase starten können.

Auch Gräser sollte man jetzt zurückschneiden und nicht etwa schon im Herbst, da sie im Winter vielen nützlichen Insekten, wie dem Marienkäfer, als Winterunterschlupf dienen. Man schneidet die welke Laub einfach bodennah ab.

Sollten einige Stauden oder Gehölze den Winter nicht überlebt haben, ist jetzt im Frühling der richtige Zeitpunkt um nachzupflanzen. Dabei ist es wichtig eine ausreichende Wasserversorgung sicherzustellen, um ein rasches Anwachsen der Pflanze zu gewährleisten. Bei wurzelnackten Gehölzen ist unbedingt ein Pflanzschnitt durchzuführen. Dieser Ausgleichsschnitt ist notwenig um den gestörten Wasserhaushalt der Pflanze wieder auf Vordermann zu bringen: Durch das Auspflanzen in der Baumschule verliert die Pflanze einige feine Haarwurzeln, die für die Wasseraufnahme der Pflanze sehr wichtig sind. Nun ist es notwendig, einen Teil der Äste der Pflanze zurückzuschneiden, um das Verhältnis von Wurzeln zu Astwerk wieder auszugleichen. Dabei werden auch gleich tote Wurzeln entfernt und die gesunden Wurzeln leicht angeschnitten, um ein schnelleres Wachstum zu fördern.

Wer eine Rasenfläche hat und dieses vom Moos befreien möchte ist gut beraten jetzt zu vertikutieren.  Im Laufe der Zeit verflechten sich abgestorbene Grashalme zu einem dichten Filz, der den Gasaustausch sowie die Wasser- und Nährstoffaufnahme des Rasens erschwert.  Mit Hilfe eines speziellen Vertikutierrechen oder einer motorisierten Vertikutiermaschine kann man diesen Filz entfernen und dem Rasen eine uneingeschränkte Nährstoffaufnahme spendieren…

Viel zu tun, aber es lohnt sich!


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