Das Graue Heiligenkraut

Eine Pflanze, die zumindest von ihrem Namen her sehr gut in die winterliche Weihnachtszeit passt, ist das Graue Heiligenkraut, botanisch auch als Santolina chamaecyparissus bekannt und aus der Familie der Korbblütler (den Asteraceae) stammend. Neben dem Namen hat auch die optische Erscheinung dieses Halbstrauches durchaus etwas winterliches, wenn man die weißgraue Färbung des Laubes mit Raureif, Frost oder Schnee assoziieren möchte.

Ansonsten hat die Pflanze selbst wohl nicht viel für die kalte Jahreszeit übrig, was sich durch das übrige Erscheinungsbild und auch ihren natürlich Lebensraum vermuten lässt: Ihr Laub errinnert an das einer Zypresse des Mittelmeerraumes, daher wohl auch der botanische Artenname chamaecyparissus, was so viel wie zypressenartig bedeutet. Auch der natürliche Standort des Heiligenkrautes ist eher mediterran, besonders gut gedeiht die Pflanze nämlich an sonnigen, trockenen und warmen Orten, trotzdem ist sie allerdings resistent gegen leichte Fröste. Deshalb macht sich sich besonders gut im heimischen Steingarten, wo sie besonders in Trockenmauern aus Naturstein ein gern gesehener Gartenbewohner ist.

Heiligenkraut in Das Graue Heiligenkraut

Hier wächst das Graue Heiligenkraut als immergrüner Halbstrauch und wird dabei etwa kniehoch. An der Basis verholzen die meist reich verzweigten Trieb, während die Triebspitzen von weicher, krautartiger Natur sind. Die kleinen Blätter des Strauches sind, wie bereits erwähnt, weißgrau bis silbrig gefärbt und fühlen sich fast gummiartig an. Sie sind rollenartig geformt und verströmen einen starken Duft. Die gelben Blüten blühen ab Juli.

Das graue Heiligenkraut macht nicht nur im heimischen Steingarten eine gute Figur, aufgrund des aromatischen Duftes abgeschnittener Triebe eignet sie sich nämlich auch hervorragend als Repellentium gegen Motten und andere lästige Insekten, außerdem sind die Triebe auch zum Räuchern sehr beliebt. Manch einer behauptet zudem, das Graue Heiligenkraut sei ein wirksames Mittel gegen Entzündungen aller Art, verläßliche Quellen sind mir da allerdings nicht bekannt, vielleicht bedarf es zu dieser Fähigkeit ja auch ein ausreichendes Maß an Heiligkeit, was möglicherweise nicht bei jedem Anwender erfüllt ist…


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