Der Bergmolch

Heute bin ich bei der Gartenarbeit auf einen sympathischen Bewohner des örtlichen Kompost-haufens gestoßen, hier war nämlich ein kleiner Bergmolch auf der Suche nach einem geeigneten Quartier für die Winterstarre, bis er von mir geweckt wurde. Der Bergmolch (Ichthyosaura alpestris) ist eine Amphibie aus der Ordnung der Schwanzlurche und ist in vielen Teilen Europas beheimatet, vor allem in hügeligen und bergigen Wäldern, die über eine “Wasseranbindung” verfügen.

Wie die meisten anderen, als Molche bezeichneten Amphibien, lebt nämlich auch der Bergmolch außerhalb der Laichzeit an Land, während er seine Jugend und die Laichzeit im Wasser verbringt, da trifft es sich gut, einen kleinen Tümpel in der Nähe zu haben. Ein kleiner Gartenteich und der nahegelegene, warme Komposthaufen scheinen da eine gute Kombination zu sein. Hier kann der Bergmolch ab April sein Sommerquartier im Wasser beziehen und laichen, überwintert wird dann, wie bereits erwähnt, an Land. Während der verschiedenen Jahreszeiten ziert den Bergmolch jeweils ein anderes Äußeres, angepasst an den entsprechen Lebensraum: Während des Landganges erscheint der Molch recht unauffällig (hier wird ja auch fast nur gepennt Icon Cool in Der Bergmolch ), mit einer dunklen Oberseite und einer versteckten, aber leuchtend orange gefärbten Unterseite.

Bergmolch in Der Bergmolch

Wenn es dann zum Laichen ins Wasser geht, wird statt der Landtracht die Wassertracht angelegt. Dann ist der etwa 10 Zentimeter lange Molch am Rücken blau gefärbt, während die Flanken schwarz-weiß punktiert und zum Bauch mit einem blauen Streifen abgesetzt sind. Der Rückenkamm gelblich-schwarz getupft. Der weibliche Molch ist dabei eher dunkelgrau-braunlichgefärbt und nicht so stark punktiert. Die Unterseite ist bei beiden Geschlechtern orange gefärbt.

An Land, wo man ihn als Mensch gewöhnlicherweise antrifft, ernährt er sich für gewöhnlich von Käfern, Regenwürmern, Asseln und Co, die er an seinem schattigen, feuchtwarmen Versteck findet, wobei er keinesfalls als Schädling einzustufen ist, auch wenn er mit Sicherheit den ein oder anderen Nützling verdrückt. Ganz im Gegenteil: Bergmolchbestände leiden unter der Zerstörung von Kleingewässern und sind wie alle in Europa heimischen Amphibien durch das Bundesnaturschutzgesetz besonders geschützt! Wer dazu beeitragen möchte, kann vor allem durch eine naturnahe Gartengestaltung, mit einem kleinen Teich für neue Molch-Reservate sorgen, schließlich ist der Bergmolch aus der Familie der Echten Salamander (Salamandridae) ein ausgesprochen sympathischer Gartenbewohner…

Kategorie(n): Fauna
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