Der Buchen-Streckfuß oder Rotschwanz

Im Moment ist wieder die Jahreszeit des Buchen-Streckfuß oder Rotschwanz (Calliteara pudibunda) angebrochen, d.h. der Spätsommer und Herbst sind eigentlich die einzigen Jahreszeiten, in denen man den Schmetterling aus der Familie der Eulenfalter (Noctuidae) zu Gesicht bekommt: Während der erwachsene Falter nur im Sommer und dann des Nachts unterwegs ist, sieht man jetzt oftmals die hübsche und auffällige Raupe des Nachtfalters, die sich tagsüber im Garten den Bauch vollschlägt…

Im Gegensatz zum eher unauffälligen Nachtfalter, ist die Raupe des Buchen-Streckfußes ein sehr auffällige und hübsche Raupe: Sie wird in der Regel etwa 5 cm groß, wobei die männlichen Raupen angeblich etwas kleiner werden als die weiblichen. Besonders auffällig am Äußeren der Raupe ist – neben der meist leuchtenden Grundfärbung in rosa-rot oder leuchtend gelb bis gelbgrün – die üppige Behharung der Raupe: Auf den vorderen Körper-Segmenten befinden sich aufrecht stehende Harrbüschel im Irokesen-Look, die zur jeweiligen Grundfärbung passend gefärbt sind. Darüber hinaus ist fast der komplette restliche Körber mit langen, einzelnen Haaren übersät, die in alle Richtungen abstehen. Auf dem elften Segment gibt es schließlich noch einen nach hinten gerichteten, namensgebenden “Rotschwanz”:

Rotschwanz in Der Buchen-Streckfuß oder Rotschwanz

Laut Wikipedia ernähren sich die Raupen des Rotschwanzes vor allem von den Blättern verschiedener Laubbäume und -sträucher, besonders gerne scheinen sie das Laub von Salweiden (Salix caprea), Hain- und Rotbuchen (Carpinus betulus bzw. Fagus sylvatica), Eichen (Quercus robur), Gemeine Haseln (Corylus avellana), Hänge-Birken (Betula pendula), Apfelbäumen (Malus domestica) und Ebereschen (Sorbus aucuparia) zu mögen.

Das Exemplar auf dem Foto habe ich dagegen auf einer Pfingstrose (Paeonia lactiflora) gefunden, vielleicht ist deshalb ihr Rotschwanz nicht ganz so üppig ausgeprägt ;-). Wie dem auch sei, aufgrund der Tatsache, das die Raupen des Nachtfalters erst relativ spät im Jahr unterwegs sind, stellen sie trotz ihrer weiten Verbreitung im Hausgarten und in der Regel auch in der Forstwirtschaft keinen besonders ernstzunehmenden Schädling dar. Einen Befall im Garten sollte man da wohl tolerieren können, zumal die Raupe ja durchaus schön anzusehen ist. Beim Ansehen sollte es dann aber auch bleiben, laut dieser Seite scheint das Anfassen gefährlich zu sein (?)…


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