Der Blumenhartriegel

Eine wunderschönes Blütengehölz für den heimischen Garten ist der Japanische Blumenhartriegel, vielen auch besser unter seinem botanischen Namen Cornus kousa bekannt. Er ist ein Hartriegelgewächs aus der Familie der Cornacea, das ursprünglich in den Bergwäldern und Waldrändern Asiens beheimatet ist, aufgrund seiner sehr schönen Blüten und dekorativen Früchten findet man ihn jedoch auch desöfteren im europäischen Hausgarten. Auch in größeren Parks und Grünanlagen wird er gerne gepflanzt und wächst hier mit seinem attraktiven Habitus zu einem schönen Solitärgehölz heran, das als Großstrauch bis Kleinbaum Wuchshöhen von bis zu 7 Meter erreichen und mit seiner ausladenen Krone auch fast ebenso breit werden kann.

Die Wuchsform des Japanischen Blumenhartriegels ist dabei mehr oder weniger straff aufrecht, wobei die Seitenäste oftmals etagenartig angeordnet sind und der Pflanze ein einzigartiges Aussehen verleihen. Richtig in Szene gesetzt wird das schöne Erscheinungsbild von Cornus kousa durch dessen sommergrünes Laub: Dieses sitzt gegenständig an den Trieben und wird mit etwa 10 cm recht groß. Durch seine dunkelgrüne Blattfärbung und die eiförmige, meist gewellte und zugespitzte Blattform wirkt es dabei sehr dekorativ. Im Herbst bekommt das Laub der Pflanze zudem eine leuchtend rote und zierende Herbstfärbung, bevor die Blätter sich dann verabschieden, um erst im nächsten Jahr wieder auszutreiben.

Blumenhartriegel1 in Der Blumenhartriegel

Nachdem das Laub wieder am Holz erschienen ist, zeigt sich das wahre Highlight von Cornus kousa, nämlich die wunderschöne Blüte der Pflanze. Sie erblüht von Mai bis Juni, in Form von (je nach Sorte) mehr oder weniger zahlreichen Einzelblüten. Dabei handelt es sich um eine sogenannte Scheinblüte, die aus vier weißen, manchmal auch leicht cremefarbenen Hochblättern (sogenannten Brakteen) besteht, welche die echte, doldenartige Blüte im Inneren umgeben. Diese besteht wiederum aus mehreren, bis zu 1 cm großen und grün gefärbten Einzelblüten. Scheinblüte oder nicht – die weißen Hochblätter sind ein jedenfalls ein echter Hingucker und sehen wirklich wunderschön aus.

Nachem die Blütenpracht des Japanischen Blumenhartriegels vergangen ist, reifen ab August die Früchte der Pflanze, die durch ihre auffallende Form und Färbung ebenfalls sehr zierend wirken und jeden Garten optisch bereichern: Bei ihr handelt es sich um kleine, kugelige und gestielte Steinfrucht, die in einem hübschen Rosarot gefärbt ist. Laut Wikipedia sind die Früchte neben ihrer dekorativen Wirkung auch noch genießbar und werden geschmacklich mit Mango oder Melone verglichen, wobei die Schale der Frucht und die Konsistenz des Fruchtfleisches allerdings eine größere Beliebtheit verhindern. Aus den in Alkohol eingelegten Früchten wird zudem noch eine Art Fruchtlikör ähnlich dem Umeshu hergestellt.

Wer Cornus kousa im eigenen Garten pflanzen möchte, sollte über einen sonnigen bis halbschattigen Standort verfügen. Zudem ist ein nährstoffreiches Substrat erforderlich, welches lieber etwas feuchter als zu trocken sein sollte. Insgesamt ist der Japanische Blumenhartriegel allerdings eher anspruchslos und sehr pflegeleicht. Zwar ist er außerdem noch gut schnittverträglich, allerdings wirkt der Habitus des Gehölzes nur in seiner wilden, unbeschnittenen Form wirklich schön, man sollte also nur im Notfall Schere anlegen und lieber im Vorraus ausreichend Platz einkalkulieren.


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Vielen Dank für deinen Kommentar bei mir, durch den ich hierher gefunden habe :-) ! Beim Durchlesen dieses Posts habe ich etwas Neues von “meinem ” Blumenhartriegel erfahren. Bis anhin wusste ich nicht, dass die Früchte (sie sehen ja beinahe aus wie Erdbeeren) essbar, bzw. geniessbar sind. Werde wohl nächstes Jahr mal einige Früchtchen in Alkohol einlegen. Gekauft habe ich vor etlichen Jahren diesen Strauch der hübschen Blüte im Frühling wegen.
Viele Grüsse aus einem tiefverschneiten Garten
Barbara