Der Schmalblättrige Kirschlorbeer

Eine besonders beliebte Pflanze im deutschen Durchschnittsgarten ist der vielen bekannte Schmalblättrige Kirschlorbeer, auf botanisch Punus lauroceraus ‘Zabeliana’, benannt nach dem deutschen Züchter und Gärtnermeister Hermann Zabel. Der Schmalblättrige Kirschlorbeer ist, wie der lateinische Name schon vermuten läßt, weniger Lorbeer und mehr Kirsche! “Laurus” bedeutet soviel wie Lorbeer, “cerasus” heißt Kirsche, laurocerasus bedeutet also eigentlich Lorbeerkirsche, was botanisch viel treffender ist:

Entgegen dem umgangssprachlich gebräuchlichen Name Kirschlorbeer, ist die Lorbeerkirsche eine waschechte Kirsche und als Prunus ein Mitglied der Familie der Rosengewächse, den Rosaceae. Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei der Sorte ‘Zabeliana’ um eine deutsche Züchtung, die Art laurocerasus hingegen stammt ursprünglich aus dem Kaukasusraum, wo sie hauptsächlich als Unterholz wächst. der Habitus ist entprechend angepasst und wie seine Verwandten, zeichnet sich auch Prunus laurocerasus ‘Zabliana’ durch einen strauchigen, dichten Wuchs aus und ist dabei fast anspruchslos. Das Laub erinnert aufgrund der schmalblättrikeit fast schon an die Blätter einer Weide und ist dadurch gut von anderen Kirschlorbeersorten zu unterscheiden. Es ist dazu immergrün und wird etwa 15 cm lang, wobei es meist gesund grün glänzend gefärbt ist.

Schmalb Ttriger-kirschlorbeer in Der Schmalblättrige Kirschlorbeer

Die Blüte des Schmalblättrigen Kirschlorbeer gleicht denen eines jeden anderen Kirschlorbeers: Sie ist weiss und steht in aufrechten Ähren, wobei sie fast 20 cm groß wird. Im Herbst kommt es in der Regel zu einer zweiten Blüte. Die Früchte sind der Pflanze sind anfangs rötlich, mit zunehmender Reife jedoch fast schwarz. Es handelt sich hierbei um kleine, fast runde Beeren, die wie alle weiteren Pflanzenteile giftig sind.

Beliebt ist der Kirschlorbeer beim Gärtner vor allem wegen seiner anspruchslosen Pflege: Er wächst recht breit und dicht strauchig, kommt auch mit eher schattigen Standorten gut klar und ist dabei sehr schnittverträglich und robust, d.h. frosthart. Er lässt sich ausgezeichnet dazu Verwenden, größere Gehölze zu unterpflanzen und kann hervorragen als Flächendecker eingesetzt werden. Sollte man den Kirschlorbeer bei Bedarf zurückschneiden, empfiehlt es sich unbedingt auf die motorisierte Unterstützung der Heckenschere zu verzichten und stattdessen manuell zu schneiden, am besten mit einer handelsüblichen Rosenschere. Dadurch verhindert man das unschöne Kappen der Blattspitzen…


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