Die Gartenhortensie

Sie darf in keinem Bauerngarten fehlen und auch Nicht-Gärtner können sie in der Regel treffsicher bestimmen, denn in ihrer Erscheinung sind sie in der mannigfaltigen Welt der Pflanzen einigermaßen einzigartig: Die Hortensien und speziell die Gartenhortensie oder auch Bauernhortensie, botanisch Hydrangea macrophylla. Sie gehört, wie könnte es anders sein, in die Familie der Hortensiengewächse, den Hydrangeaceae. Der botanische Name bezeichnet diese Art von Hortensie dabei recht gut, “macrophylla” setzt sich zusammen aus “macro” (=groß) und “phyllis”, was griechisch ist und soviel wie Blatt, aber auch Blütenblatt heissen kann.

Wie man das nun auch übersetzt, die Bauernhortensie besitzt beides, große Laubblätter und große Blütenblätter. Ursprünglich stammt die Hortensie wohl aus Japan, Ende des 17. Jahrhunderts wurde sich jedoch nach Europa importiert und seitdem als Gartenpflanze kultiviert und gezüchtet. Hier macht sie mit ihrem hübschen Habitus und vor allem duch ihre schönen Blüten eine gute Figur im Beet, entweder solitär oder aber auch in Gruppen. Sie wird etwa 1 m hoch, manchmal auch etwas größer, und wächst als buschiger Strauch, das typische Hortensienlaub steht dabei wechselständig und ist sommergrün.

Gartenhortensie in Die Gartenhortensie

Dabei sind die Laubblätter in der regel fast 15 cm groß, elliptisch geformt, mit einer deutlichen Spitze, der Blattrand ist gut sichtbar gezähnt. Im Sommer erscheinen dann die Blüten der Gartenhortensie, dabei handelt es sich um großblumige Doldenrispen, mit den für Hortensien sehr typischen, großen Randblüten, die von weitem ein bisschen an die altmodischen Badehauben einiger Senioren erinnern. Besonders auffällig ist dabei die Färbung der Hortensienblüten, die von rosa über violett, bis hin zu blau gefärbt sind, wobei die Färbung durch den PH-Wert des Substrates bestimmt wird. Ein leicht basischer PH-Wert sorgt für eher blaue Blüten, je saurer das Substrat wird, desto roter werden die Blüten.

Die Blüten der Hortensien erscheinen übrigens nur am mehrjährigfen Holz, wobei die Blütenknospen allerdings schon am einjährigen Holz angelegt werden, daher empfiehlt es sich, nach der Blüte lediglich die verblüten Blüten abzuschneiden. Ein weiterer Rückschnitt kappt vermutlich die Blütenansätze des nächsten Jahres, sodass die Hauptdekoration der Gartenpflanze im nächsten Sommer ausbleiben würde. Abgeschnittene Blüten eignen sich übrigens sehr gut für dekorationszwecke, da sich sehr lange halten und ohne Probleme getrocknet werden können.

Der Standort der Gartenhortensie sollte ein eher halbschattiger sein, hier kommt die Hortensie bestens zurecht und ist ein wertvoller Lückenfüller an Standorten, an denen anderen Blütengehölze versagen. Der PH-Wert kann je nach gewünschter Blütenfarbe gewählt werden, saure Böden und damit rötliche Blüten funktionieren allerdings erfahrungsgemäß ein wenig besser. Da die Blüten der Gartenhortensie übrigens keine fruchtbaren Früchte hervorbringen, beschränkt sich eine Vermehrung auf das Setzen von Stecklingen. Dafür schneidet man am besten im Sommer ein paar junge Triebe ab (etwa 10cm) und pflanzt diese in ein nährstoffarmes Substrat.


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