Die Schmuck-Mahonie

Die Schmuck-Mahonie, manchmal auch Lederblatt-Mahonie, ist vermutlich nach einem in Shanghai lebenden britischen Gartenliebhaber namens Beale zurück, der laut Wikipedia die Neuentdeckung des bekannten englischen Botanikers Robert Fortune anzog und pflegte. Geografisch stammt Mahonia bealei also aus China, botanisch wird sie allerdings in die Familie der Berberitzengewächse oder auch Berberidaceae eingeordnet. Diese Pflanzen werden oftmals auch als Sauerdorngeächse bezeichnet.

Diese Familie umfasst nach herrschender Meinung etwa 700 Arten und ist im heimischen Garten mit vielen Sprößlingen vertreten, vor allem als stachelige und bedornte Hecke, wobei Mahonia bealei aufgrund ihres meist bizarren Habitus eigentlich nur solitär gepflanzt werden sollte: Die Schmuck-Mahonie wächst strauchartig und bildet dabei recht starke Triebe, die sich kaum verzweigen, dafür allerdings aufrecht in Höhen über 2 m schießen können. In Kombination mit dem immergrünen Laub der Mahonie, ist dieses Gehölz ein sehr dekorativer Zierstrauch im Garten und wird auch oft in Parks und im öffentlichen Grün gepflanzt. Das Laub ist unpaarig gefiedert und wird etwa 35 cm lang, wobei die meist 15 Blättchen eines Blatts etwa 10 cm groß und eiförmig geformt sind. Dazu sind sie meist dornig gezähnt, diese Blattdornen sind allerdings relativ weich und stechen kaum, sind aber auch nicht gerade angenehm…

Schmuck-mahonie-mahonia-bealei1 in Die Schmuck-Mahonie

Das Laub fühlt sich leicht ledrig an und ist für gewöhnlich dunkelgrün glänzend gefärbt. Auffällig ist, das das endständige Fiederblättchen immer größer als die übrigen, seitenständigen Blättchen ist. Von Februar bis Ende Mai wird das Auge des Betrachters jedoch von den Blättern ab- und zu den jetzt erscheinenden Blüten umgelenkt. Diese sind auffallend gelb gefärbt und stehen in vielblütigen Rispen, die bis zu 15 cm lang werden.

Hier entstehen später Trauben von eiförmigen und schwarzblau gefärbten, leicht bereiften Beeren, unter deren Gewicht sich die Zweige der Mahonie Richtung Boden biegen. Sie sind außerdem für Menschen ungenießbar, werden allerdings gerne von Vögeln gefressen, die so zur Vermehrung der Pflanze beitragen. Hierfür ist ein Standort mit einem lockeren, humosen und nährstoffreichen Substrat optimal, der schattige bis halbschattige Lichtverhältnisse vorweist. Bei zu starker Sonneneinstrahlung kommt es nämlich oft vor, dass sich die Blätter der Mahonie rötlich verfärben und Brandflecken bekommen. Über Frost muss man sich bei Mahonia bealei keine Sorgen machen, in der Regel wird dieser recht gut vertragen.


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