Portugiesischer Kirschlorbeer

Der Portugiesische Kirschlorbeer ist ein schöner Kirschlorbeer, der Freunden der mediterranen Gartengestaltung kein Unbekannter sein dürfte, zumal er sich eigentlich seit Jahren einer eher steigenden Beliebtheit erfreut. Wie bei seiner Kirschlorbeer-Verwandschaft ist auch hier der gebräuchliche deutsche Name der Pflanze etwas irreführend. Der Name Kirsch-Lorbeer suggeriert, es handle sich bei dem Gehölz um einen Lorbeer, tatsächlich ist Prunus lusitanica jedoch eine Kirsche.

Der botanische Name trifft es da irgendwie besser: Prunus bedeutet Pflaume/Kirsche und lusitanica soviel wie portugiesische (Lusitania war eine Provinz der alten Römer, die damals etwa das heutige Portugal umfasste), eigentlich müsste die Pflanze also Portugiesische Lorbeerkirsche heißen, was zwar auch verbreitet ist, geläufiger ist allerdings die Kirschlorbeer-Variante. Wie dem auch sei, als Prunus gehört die Pflanze in die Familie der Rosengewäche, botanisch Rosaceae, eine Pflanzenfamilie die weltweit verbreitet ist. Im Garten zeichnet sie die Portugiesische Lorbeerkirsche besonders durch Ihre sehr gute Schnittverträglichkeit sowie ihren ansprechenden Habitus aus: Das immergrüne Laub ist sehr lorbeerähnlich geformt, dunkelgrün gefärbt und besitzt einen rötlichen Blattstiel sowie rötliche Triebspitzen.

Portugiesischer-kirschlorbeer in Portugiesischer Kirschlorbeer

Die Blüte von Prunus lusitanica ist eine typisch weiss gefärbte, kirschlorbeerartige Blüte, die sich meist von Ende Mai bis Juli zeigt. Aus ihnen entstehen später die purpur bis schwarz gefärbten Früchte, die etwa 1 cm groß und ungenießbar bzw. giftig sind, wie übrigens auch alle anderen Pflanzenteile (Wenn man den Kirschlorbeer schneidet, riecht’s immer ein bisschen nach Mandeln, Marzipan, Amaretto, da kann man schonmal in Versuchung geraten ;-))

Im Garten macht Prunus lusitanica an sonnigen bis halbschattigen Standorten eine gute Figur, im Beet oder im Kübel, solitär oder auch in Gruppen-, bzw. Heckenpflanzungen. Außer einem regelmäßigen Formschnitt (bei Heckenpflanzungen) benötigt er recht wenig Aufmerksamkeit, was Pflegemaßnahmen betrifft, außerdem ist er in der Regel gut frosthart. Bei einem Rückschnitt sollte man übrigens darauf achten, die Triebe per Hand zurückzuschneiden, das heisst mit einer Rosenschere, da motorisierte Heckenscheren immer die Blätter der Pflanze verletzt, was unschön aussieht un auch Schädlingen und Erkrankungen Tür und Tor öffnen kann.


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