Rundblättriger Kirschlorbeer

Er ist DIE Heckenpflanze im deutschen Durchschnittsgarten: Der Rundblättrige Kirschlorbeer oder botanisch Prunus laurocerasus ‘Rotundifolia’. Jeder kennt ihn und fast jeder hat wohl auch einen im eigenen Garten stehen, nicht zuletzt aufgrund seiner sehr geringen Pflegeansprüche, doch dazu später mehr. Wie alle seine verwandten Kirschlorbeersorten gehört auch der Rundblättrige Kirschlorbeer in die Familie der Rosengewächse und ist eine Kirsche und kein Lorbeer, wie der deutsche Name vermuten lässt.

Der eigentlich korrekte Name müsste also Rundblättrige Lorbeerkirsche lauten, so wie es auch bei der botanischen Bezeichnung auf Latein der Fall ist (laurus = Lorbeer und cerasus = Kirsche). Wie dem auch sei, Prunus laurocarasus ist ein beliebtes Gehölz in unseren Gärten und jeder Laie kann ihn leicht am typischen Aussehen bestimmen: Er ist ein Großstrauch, der nicht selten Höhen von mehr als 3 Metern erreicht und besonders gut an seinem immergrünen Laub erkennbar. Dieses ist mit etwa 15 cm Länge recht groß, von rundlicher Form, mit einem recht unscheinbar gesägtem Blattrand. Meist ist das Laub glänzend frisch-grün gefärbt und verströmt einen leichten Marzipan / Mandel / Amaretto Geruch, wenn es geschnitten wird.

Prunus Laurocerasus Rotundifolia in Rundblättriger Kirschlorbeer

Die Blüte des Kirschlorbeer ist für die Sorte ebenfalls charakteristisch: Sie zeigt sich zum Sommeranfang in aufrecht stehenden Trauben von bis zu 10 cm Länge, mit weißen Einzelblüten. Hieraus entstehen dann die bekannten, kugeligen und fast schwarz gefärbten Beeren, die allerdings ungenießbar und sogar giftig sind (wie übrigens auch alle anderen Pflanzenteile), essen sollte man sie also unter keinen Umständen.

Im Garten macht der Rundblättrige Kirschlorbeer vor allem als Heckenpflanze eine gute Figur, entweder streng in Form geschnitten oder auch wild gewachsen. Hierbei zeichnet er sich durch seinen dichten Habitus, seine hohe Schnittverträglichkeit und besonders durch seine anspruchslose Pflege aus: Der Standort kann sowohl sonnig als auch schattig und er kommt mit fast jedem Substrat klar, solange es einigermaßen nährstoffhaltig ist. Bei kalten Wintern kann es allerdings schonmal passieren, dass einige Triebe oder gar die ganze Pflanze erfrieren, wenn man einen entsprechenden Winterschutz vergißt, denn Prunus laurocerasus ‘Rotundifolia’ ist leider nur mäßig frosthart und mag es lieber etwas wärmer.


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